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KOSMETIK international Sonderausgabe 2011
Tuesday, 01 November 2011 00:00

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Aus dem Inhalt:

Partnerschaftlich
Haribo - dieser Schriftzug auf der Gummibärehen-Tüte steht für Hans Riegel Bonn, den Macher der leckeren Süßigkeit. Was mag sich wohl hinter der Buchstabenfolge von abalico verbergen? Bei der Frage muss der Firmengründer, Rüdiger Vogel, auch nach elf Jahren noch schmunzeln, ein Fünkchen Stolz in den Augen. Weil er sich einen kleinen Kunstgriff erlaubt hat: "Ich wollte bei alphabetischen Auflistungen eigentlich immer nur gern weit vorne kommen." Keine persönlichen Daten also, eine pfiffe Kombination im Dienste des Erfolgs, mit der er sich übrigens auch in diesem Heft auf einen der vorderen Seitenplätze schiebt: ein cleverer Schachzug im positiven, schöpferischen Sinne. Mogeleien sind sonst nämlich sicher nicht sein Ding. Momentan ist der Geschäftsmann in 25 Ländern vertreten und pflegt seine Export-Partnerschaften "mit familiärem Charakter. Ich lasse niemanden so schnell fallen und habe das Ohr ständig am Markt", ist seine Strategie. Das Credo des eigenen Wirtschaftens klingt ebenfalls solide: "Bei uns geht es um die Qualität der Produkte. Die Preisspirale ist eine Todesspirale. Daher gibt es bei abalico keine Dumpingangebote, sondern ein Portfolio ohne Tamtam zu einem fairen Preis. Mein Ziel ist es, das auch zu halten, was ich verspreche." Krisensicher - das ist ihm sehr wichtig. Daher setzt er mit dem Inlands- und Auslandsgeschäft auf mehrere Standbeine und achtet auf eine gesunde Streuung. Nicht von ungefähr bietet er neben Produkten und Geräten für die Hand,- Fuß und Nagelpflege sowie dekorativer Kosmetik seit 2010 mit "Lashes by abalico" auch Wimpernverlängerungen an: "Es muss heutzutage um Nischen gehen, nicht um Konsum. Entsprechende Märkte zu finden, ist zwar nicht immer einfach, aber es funktioniert." Dieses Tun empfiehlt er daher auch seinen Naildesignerinnen - gerade in Zeiten, in denen sich immer mehr Studios gegenseitig Konkurrenz machen und Discountpreise Existen zen gefährden können. "Bleiben Sie bei Ihrer Qualität und haben Sie den Atem", motiviert er. Neueinsteigern, die sich selbstständig machen möchten, rät er, unbedingt langfristig zu denken sowie mittelfristig zu planen und zu agieren: "Machen Sie sich etwa eine klare Vorstellung von Ihrer Kundenklientel: Wen wollen Sie z. B. erreichen und wie müssen Sie Ihr Studio dann strukturieren? Entscheiden Sie sich für eine stimmige Preispolitik und legen Sie Ihr Segment entsprechend fest." So kann der Fokus z. B. gezielt auf French-Nägeln liegen, die nur geringfügig länger als der Naturnagel sind. Das zieht eine bestimmte Kundengruppe an. Und die ist auch bereit, hierfür etwas mehr Geld auszugeben. Will man Masse oder Exklusivität? Das ist bewusst zu entscheiden. Der Verkauf- für Vogel ein Dauerthema, weil er leider oft zu kurz kommt: "Dabei hat die Naildesignerin die Kundin doch an der Hand und kann das Gespräch auf nützliche Präparate lenken. Displays helfen, die man gut positioniert. Hier kann man schon mit Kleinigkeiten viel ausrichten." Ohne fundiertes Fachwissen taugt allerdings auch alle Strategie wieder nichts: "Es steht und fällt mit der Ausbildung. Die muss vernünftig sein, damit die Dienstleisterinnen auch vernünftige Nägel machen können. Der Kunde erwartet Knowhow und betrachtet die Naildesignerin als ausgewiesene Spezialistn für Hand- und Nagelkosmetik. Für ihn sind Sie in allen Belangen Ansprechpartnerin - egal ob es um Problem-, Kunst- oder Naturnägel geht." Und Sie müssen in jedem Fall bestehen. Das geht heute nur, wenn Sie den hohen Qualitätsanforderungen gerecht werden und auch die Grundvoraussetzungen er füllen. Dazu gehören für Vogel: "Handwerkliches Geschick, verkäuferisches Talent, unternehmerisches Denken sowie ein Gespür für den Umgang mit Kunden." DwemdJk - taugt nicht als Firmenname, ist aber ein gutes Versprechen: Dann wird es mit dem Job klappen.